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  • Transfer von Puerto Galera nach Coron

    Da keine direkte Verbindung zwischen Puerto Galera und Coron besteht, um von Sabang nach Coron zu kommen, müssen wir nach Manila zurückzukehren. Von dort gibt es zwei Möglichkeiten nach Coron zu gelangen. Entweder mit der Super Ferry oder per Flugzeug. Persönlich würde ich die Super Ferry empfehlen. Das Luxusschiff legt jeden Freitag in Manila ab, und erreicht Coron Samstag morgens. Der Flug mit der kleinen Propellermaschine dauert ca. eine Stunde. Leider erfordert er einen Tag Pause wegen der Dekompressionsphase. Außerdem ist in der Hochsaison die Anzahl der Plätze sehr begrenzt. Das Gepäck ist auf 10kg pro Person limitiert. Eine eigene Tauchausrüstung mit im Flieger zu transportieren kostet also extra Gebühren. Die Reise mit dem Schiff gibt uns deshalb die Möglichkeit bis zum letzten Moment zu Tauchen und bringt uns das Leben der Philippinen deutlicher vor Augen. Diese Reise wird für uns sicher ein kleines Abenteuer.

    Wracks in der Coron Bucht

    Die Coron Bucht ist ein Wunderbarer Tauchplatz für alle diejenigen, welche Interesse am Wracktauchern haben. Ich selbst habe diesen Ort schon zwei mal besucht (2000 und 2004) und jedes mal war ich von den Stahlkolossen, die am Boden der Coron Bucht ihre Unsterblichkeit gefunden haben beeindruckt. Der Großteil von ihnen ist in einem guten Zustand erhalten geblieben und bildet heute den Lebensraum für eine Vielfalt von wunderschönen Riffbewohnern wie Korallen und exotischen Fische.

    In Coron würde ich das " SEADIVE RESORT" empfehlen. Jeder hier kennt Jim den Amerikaner. Er ist der freundliche Besitzer dieses Diveresorts. Jim besitzt ein gut ausgestattetes Tauchzentrum. Dazu gehört auch eine eigene Einmanndekompressionskammer. Sein Hotel und das Restaurant haben sicherlich europäischen Standard. Von der Restaurantterrasse sieht man das für Palawan typische Panorama. Besonders eindrucksvoll sind von dort die Sonnenuntergänge.

    Die meisten Wracks sind mit 90 Minuten Bangka-Fahrt zu erreichen. Die längeren Bootsfahrten sind alles andere als langweilig. Kleine Buchten, weise Strände, steil ins Meer fallende Klippen lassen die Zeit im Boot schnell verstreichen. Die freundliche Bootsbesatzung bereitet in dieser Zeit einen schmackhaften Lunch . Das Ressort SEADIVE bietet als einziges nach dem Tauchen freies philippinisches Bier an.

    Da die meisten Wracktauchgänge tiefer als 18m sind, müssen alle Tauchgänge sorgfältig geplant werden. Man kommt während der Wracktauchgänge schnell an das Dekompressionslimit, deswegen würde ich jedem empfehlen, seinen eigenen Tauchcomputer mitzubringen. Beim Tauchen in der IRAKO und der AKITSUSHIMA (die interessantesten), rate ich ausdrücklich, die Wracktauch- und Tieftauchspezifikation zu besitzen. Es ist natürlich möglich während der Wracktauchgänge diese Tauchspezifikation zu erwerben. Eintauchen und Auftauchen erfolgt an der Leine. Beim wieder Auftauchen, befindet sich in 5m Tiefe eine Tauchflasche mit Zusatz-Regulatoren. Aus Sicherheitsgründen rate ich dazu, die Auftauchgeschwindigkeit auf 9m/min zu begrenzen. Erfahrene Taucher, die jahrelange Erfahrung mit diesen Wracks haben, empfehlen, beim Auftauchen mehrere Dekompressions-Stops einzulegen. Mein tiefster Tauchgang in die IRAKO, wo wir in den Maschinenraum eingedrungen sind, war 40m tief. Dieses Wrack hat als einzigstes noch die zwei Dieselmotoren. Um die zu sehen , muss man schon an die 40m Grenze tauchen. Tauchen in der AKITSUSHIMA macht viel Spaß. Wir sind in 36m Tiefe, durchs ganze Wrack geschwommen. Ein Vorgeschmack für technische Tauchkandidaten. Tauchen in diesen Wracks empfehle ich jedoch nur erfahrenen Tauchern.

    Das Tauchen in Puerto Galera ist eine gute Übung für das Wracktauchen. Es hilft einem sich an das schwierige Wracktauchen zu gewöhnen. Nach dem Tauchen in Puerto Galera sind wir sicherlich alle fitt genug fürs Wracktauchen.

    Eine Karte von den Wracks in der Coron Bucht

    Sangat Island / Wraki: 1. Taiei Maru (Okikawa) / 2. Akistushima / 3. Olympia Maru / 4. Irako / 5. Kogyo Maru / 6. Morazon Maru (Tangat Wreck) / 7. Tangat Gunboat / 8. Lusong wreck / 9. Skeleton Wreck / 10. Fishing Boat
    Reefs, lake and cave: 1. Housereef Sangat / 2. Dynamite reef (near Culion / 3. Barracuda Lake / 4. Cathedral Cave

    Kurze Geschichte der Coronbucht

    Coron Bay,170 See-Meilen von Manila entfernt, war für die Japanische Versorgungsflotte sicherlich eine sicherer Versteck. So hat man bis zum 24. Sep.1944 gedacht. 12 (18) Schiffe, die für die japanische Kriegsmarine gedient haben, haben sich in Coron Bay am 24. Sep.1944 vor den amerikanischen Flieger versteckt. An diesem Tag, um 06:00 sind 80 Flugzeuge vom Typ H6F und 120 Flugzeuge vom Typ 44 SB2C in Richtung Busuanga von dem 340 Meilen entfernten Flugzeugträger gestartet. Das war bis dato das am weitesten entfernte Ziel für die amerikanischen Flieger, die von einem Flugzeugträger gestartet werden konnten. Einige Flugzeuge sind durch japanischer Luft-Abwehr abgeschossen worden und einige einfach verschwunden. Der Rest dieser Streitmacht hat um 9.00 die Coron Bucht erreicht. Nach 40 Minuten war alles vorbei. Die Amerikaner haben ein Bild der Vernichtung und Grausamkeit hinterlassen. 12 (18) große, meist Zivile schiffe, sind zur Unvergesslichkeit versenkt worden. Wenigstens für uns Tauchern. Einige getroffene Schiffe versuchten zu entkommen, sind aber doch vor der Insel Mangled gesunken. Einige sind wegen direkter Treffer aus der Luft, andere wegen Einschlägen unter der Wasserlinie gesunken. Die Namen der versenkten Schiffe wurden von Forschern in den vielen Jahren geändert. Einige Tauchoperatoren von Coron benutzen jedoch die alten, echten Namen. In diesen beiden Fällen gebe ich die alten Namen an.

    Contakt: thomascamarito@gmx.de